WOCHE 4

He! Ik bün´t, Dieke!
Dies ist der Wochenrückblick meiner vierten Woche hier auf Norderney! In dieser Woche habe ich sehr besondere Leute kennengelernt, war beim Abbaden und hatte den ersten Kontakt mit der DGzRS, der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Was passiert ist, erfährst du hier!

Montag, den 01.10.2018, Herbstakademie:


Gegen 19:30 Uhr begann ein Vortrag im Conversationshaus von Prof. Dr.Manfred Faßler mit dem Titel „Ein zweiter Körper - eine unwägbare Konkurrenz“. Der Vortrag war sehr interessant, allerdings an manchen Stellen auch sehr schwer verständlich. So wie ich es verstanden habe, handelte der Vortrag wohl grob gesagt von der Veränderung des Bezugs zum Körper in Zeiten neuer Technologien und immer größerer Bedeutung von Algorythmen etc. und einer daraus resultierenden Veränderung des Ichs. Nach dem Vortrag wurde es dann etwas entspannter, denn mit sieben oder acht Personen sind wir noch in das Norderneyer Brauhaus gegangen, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen und sich ein wenig über sämtliche Themen auszutauschen. Unter den sieben Personen, die mitgekommen waren, befanden sich drei Professoren, somit fühlte ich mich schon irgendwie etwas blöd in der Runde, aber es sind wirklich sehr schöne Gespräche entstanden. Besonders mit dem gebürtigen Norderneyer Heinz-Jürgen Nürrenbach, aus dessen Gedankengut die Herbstakademie entsprungen ist, habe ich mich sehr lange und intensiv unterhalten. Herr Nürrenbach ist Mitglied der U3L, der Universität des 3.Lebensalters, geleitet von Prof. Dr. Manfred Faßler und Prof. Dr. Frank-Olaf Radtke, in Frankfurt. Die U3L ist eine Bildungsinstitution an der Goethe Universität in Frankfurt am Main, in welcher ältere Personen, wie zum Beispiel Herr Nürrenbach, unglaublich aufgehen und sich entfalten können, da ihnen in ihrer Jugend der Zugang zu Bildung oft verwehrt geblieben ist. Denn damals begann man oft früh zu arbeiten, um Geld zu verdienen. Ich war wirklich sehr verblüfft und zugleich berührt mit welcher Euphorie und Freude Nürrenbach über die Bildungsmöglichkeiten an der U3L, wie zum Beispiel dem Zugang zur Universitätsbibliothek, berichtete. Der Ehrgeiz Neues zu lernen war ihm wirklich anzumerken. Das Gespräch mit Herrn Nürrenbach werde ich ganz bestimmt nicht so schnell vergessen, denn genau in solchen Situationen wird einem erst bewusst wie gut man es eigentlich hat und wie viel Bildung einem eigentlich bedeuten sollte. Bildung ist nichts Selbstverständliches, viele Kinder und Jugendliche auf der Welt haben keinen Zugang zu Bildung – das muss sich dringend ändern!

Dienstag, den 02.10.2018, Von Pancakes zu Blogbeiträgen:


Nach dem Aufstehen um etwa 8:30 Uhr, wurden noch einige private Sachen geklärt, bis es um kurz nach 10:00 Uhr dann ins Büro ging. Bis zur Mittagspause um 13:00 Uhr habe ich dann dort an meinem Blog weitergearbeitet. Danach bin ich dann nach Hause gefahren und habe Pancakes mit Honig gegessen – Mhhhh lecker! Am Abend bin ich dann in meine Stammkneipe gegangen, um dort Fußball zu gucken. Das Spiel musste man sich auf jeden Fall schön trinken. Dies scheint auch wohl geklappt zu haben, denn so viel kann gesagt werden: von meinem mitgeführten Geld ist nicht allzu viel übrig geblieben – ja, auf Norderney kann man schon Geld lassen! Den Abend in der Kneipe beendete ich auf jeden Fall mit einem fröhlichen „So, ich nehme jetzt den Heli ins Galaxy (eine Diskothek in Georgsheil)“ - wer weiß was noch kommt?!

Mittwoch, den 03.10.2018, Abbaden und bade:haus:


Gegen 14:00 Uhr begann das Erwachen aus dem hundertjährigen Schlaf, um 15:00 Uhr sprang ich dann auch schon in die Nordsee – Abbaden! Ich war wirklich erstaunt wie viele Leute sich badende Menschen am „Tag der Deutschen Einheit“ ansehen. Es war echt richtig Trubel am Nordstrand. Insgesamt waren aber relativ wenige wirklich im Wasser. Es war aber auf jeden Fall ein sehr cooles Erlebnis! Zum Aufwärmen ging es dann für mich ins bade:haus mit Sara und Lea. Ich mache im Moment wirklich viel mit den beiden und es freut mich sie kennengelernt zu haben, denn sonst wäre ich hier auf der Insel vermutlich ganz schön alleine. Das Schwimmbad ist wirklich sehr schön und es gibt viele verschiedene Becken. Ein kleiner Nachteil ist, dass alle Becken mit Salzwasser gefüllt sind – ein oder zwei Süßwasser-Becken zur Abwechslung wären ganz gut. Die etwa drei Stunden im Schwimmbad waren wirklich lustig und abwechslungsreich, allerdings war ich nach der Zeit auch froh wieder zu gehen, da meine Verfassung nach dem gestrigen Helikopterrundflug nicht unbedingt auf dem Höhepunkt war. Anschließend sind wir noch zu Sara gegangen und haben dort Ofenkäse mit Baguette gegessen – anschließend gab es sogar noch Eis – ich denke, dass ich öfter mal vorbeikomme! Nach dem Essen habe ich Lea noch nach Hause gebracht und wir haben noch relativ lange über alles Mögliche geredet.

Donnerstag, den 04.10.2018, Cook for your friends:


Am Vormittag habe ich mal wieder aufgeräumt und geputzt – auf einer Insel trägt sich sehr schnell, sehr viel Sand ins Haus! Um 14:00 Uhr bin ich nochmal ins Büro, um dort am Blog weiterzuarbeiten. Außerdem habe ich noch ein paar Termine rausgesucht. Am Abend habe ich dann für Sara und Lea meine Gemüsepfanne gekocht. Beiden hat es ganz gut geschmeckt und ich fand es eigentlich auch ganz lecker. Nach dem Essen haben wir noch gemeinsam abgewaschen und kurz darauf sind die beiden abgezischt.

Freitag, den 05.10.2018, Die Seenotretter:


Am Vormittag war ich wieder ein wenig im Büro und habe den größten Teil nur mit Janis geredet. Janis ist echt immer so lustig und eigentlich haben wir uns seit der ersten Sekunde direkt super verstanden. Janis und ich haben dann für Montag einen Termin abgemacht, um nochmal über den Blog zu reden. Als ich dann nach Hause gegangen bin habe ich Sarah noch einen schönen Urlaub gewünscht und bin dann nach Hause. Um 16:00 Uhr bin ich dann zum Weststrand gefahren, um dort dem Vortrag der Seenotretter zu lauschen. Der Vortrag mit dem Titel „bei jedem Wetter Seenotretter“, der größtenteils aus Bild- und Videomaterial bestand, war wirklich mega interessant und es waren sehr gute Aufnahmen dabei. Ich habe auf jeden Fall sehr viel über die Seenotretter gelernt und ziehe meinen Hut vor ihren Leistungen und ihrem Mut! Nach dem Vortrag bin ich dann wieder zur Sara, da wir mal wieder zusammen kochen wollten. Lea war natürlich auch dabei. Heute gab es Burger! Das gemeinsame Kochen macht wirklich immer sehr viel Spaß und auch heute war es wieder echt lecker! Am Abend bin ich dann nochmal in meine Stammkneipe – es war lustig wie immer! Danach bin ich noch kurz die paar Meter zu Lea rüber gelaufen und wir haben noch kurz geredet.

Samstag, den 06.10.2018, Alex kommt zu Besuch:


Am Nachmittag ist Alexandra mit der Fähre angekommen, ich habe sie am Hafen abgeholt. Alexandra ist eine unglaublich gute Freundin von mir und die Cousine von meinem besten Kumpel Thorben. In meiner Wohnung angekommen, haben wir sehr viel geredet und umso mehr gelacht. Um 18:30 Uhr waren wir dann bei Michelangelo essen und ich muss sagen, dass ich dort eine der besten Pizzen gegessen habe, die ich je hatte. Das Restaurant ist auf jeden Fall sehr zu empfehlen! Nach dem Essen sind wir wieder zurück zu mir und haben ein wenig getrunken, da wir das Norderneyer Nachtleben ja schließlich noch erforschen wollten. Das blieb allerdings größtenteils aus, da viele Kneipen schon geschlossen hatten, die Disco viel zu voll war und in den restlichen geöffneten Kneipen das Durchschnittsalter meist ein bisschen mehr als geringfügig höher war als unseres. Also gingen wir wieder zurück zur Wohnung und haben uns dann schließlich auch schlafen gelegt.

Sonntag, den 07.10.2018, Tschüss Alex:


Gegen 12:00 Uhr ist Alex dann auch mal aufgewacht – was hätte ich dafür gegeben so schön lange zu schlafen! Meine Nacht war jedenfalls davon geprägt gefühlt alle fünf Minuten für zehn Minuten aufzuwachen. Zu Mittag gab es dann ein paar Nachos – healthy lifestyle! Alex wollte die 15:30 Uhr Fähre nehmen, die es, wie wir, am Hafen angekommen, feststellen mussten, gar nicht gibt! Somit hatten wir noch bis 16:15 Uhr Zeit, denn da fuhr die nächste Fähre. Nur leider fuhr diese auch wieder ohne Alex, denn beim Kaffee und Kakao trinken im Restaurant und Cafe´ Hygge verging die Zeit irgendwie schneller als normal. Letztlich packte Alex dann tatsächlich die Fähre um 16:45 Uhr und weg war sie! Am Abend habe ich dann noch ein paar Fotos gemacht und bin danach relativ früh schlafen gegangen. Es war auf jeden Fall ein sehr schönes und lustiges Wochenende!

Hol´ di munter!