Workshop: Norderney Plastikfrei

He! Ik bün´t, Dieke! Am heutigen Mittwoch, den 23.01.2019, habe ich an einem Workshop im Conversationshaus teilgenommen. Das Thema war die Reduzierung von Plastikmüll. Der größte Fokus lag auf Coffee-to-go Bechern. Insgesamt werden jährlich in Deutschland ca. 3 Milliarden dieser Becher ausgegeben. Das ist eine unglaubliche große Menge an Müll, die eigentlich einfach vermieden werden könnte und vermieden werden müsste! Im Workshop wurden zur Vermeidung verschiedene Lösungsansätze gegeben. Die meisten befassten sich mit Pfandsystemen, aber auch eine mobile Spülbar war unglaublich interessant. Und auch zum Thema take-away Essen, bei dem pro Bestellung noch eine größere Menge an Müll anfällt, gab es einen interessanten Ansatz! Geleitet wurde der Workshop von der Meeresmüll-Expertin Dr. Dorothea Seeger vom BUND-Meeresschutzbüro. Mehr gibt es hier!

Der Workshop begann um 10 Uhr im Weißen Saal des Conversationshauses. Es waren geschätzt etwa um die 20 Personen anwesend. Über den Vormittag gab es Vorträge von verschiedensten Personen mit verschiedensten Ideen. Die meisten Vorträge befassten sich mit Pfandsystemen als Ersatz für die Einweg Coffee-to-go Becher. Aber auch ein Lebensmittelkontrolleur hielt einen Vortrag über die Grundauflagen und Grundvoraussetzungen bei der Umsetzung solcher Pfandsysteme und über mögliche Risiken. Besonders interessant war ein Vortrag, der die gesamte Coffee-to-go Geschichte mal von einer ganz anderen Seite betrachtete. Warum muss überhaupt Alles immer so unglaublich schnell gehen? Der Kaffee schmeckt aus den guten alten Porzellan Tassen doch immer noch am besten. Warum soll man dieses Privileg aufgeben und ohne jeglichen Stil aus Kunststoffen den Kaffee „genießen“?! Eine Studentin aus Kiel präsentierte unter Berücksichtigung dieser Fragen und Fakten eine mobile Spülbar. Der Kaffee kann bei Partnern einfach in einer Porzellan Tasse mitgenommen werden, man genießt den Kaffee in kleinen Gruppen, unterhält sich und scherzt, oder trinkt ihn alleine. Anschließend wird die Tasse bei der mobilen Spülbar abgegeben und dort gereinigt. Danach werden die Tassen wieder an den Herausgeber zurückgegeben. Dieses System ließe sich natürlich auch einfach zusätzlich zu den Pfandsystemen durchführen. Wenn es dann einmal wirklich schnell gehen muss, könnte immer noch auf den Pfandbecher zurückgegriffen werden. Interessant waren auch Ansätze, die in einigen Städten Deutschlands schon durchgeführt werden. So muss man teilweise extra zahlen, wenn man den Kaffee als „to-go-Version“ haben möchte, ähnlich wie bei Plastiktüten im Supermarkt, oder man bekommt einen Rabatt auf das Getränk, wenn man sich die Zeit nimmt sich hinzusetzen und eben nicht den unnötigen Plastikmüll in Kauf nimmt. Ein weiterer Vortrag wurde vom Mitgründer einer Start-up Firma aus Stuttgart gehalten. Er befasste sich nicht unbedingt mit dem Thema Coffee-to-go, sondern eher mit dem take-away Essen. Es würde zwar in Deutschland deutlich mehr Coffee-to-go verkauft, als Essen zum Mitnehmen, aber aufgrund der Größe der Verpackungen, sei die Menge des Mülls bei take-away dennoch enorm, erklärte er. Vorgestellt wurden von ihm stabile Kunststoffschalen, die hundertfach verwendet werden könnten. Diese würden dann beim Take-away Essen geliehen werden und dann wieder abgegeben werden. Es würde also dann auch beim take-away Essen ein ähnliches Pfandsystem geben wie dann beim Coffee-to-go. Ein großer Aspekt bei den restlichen Vorträgen war dann natürlich das Aussehen. Optisch gefiel mir der vorgestellte Ostfriesland Becher sehr gut. Den Becher als Solchen gibt es in einem Mint-Ton und einem Lila-Ton. Bedruckt sind die Becher der Firma recup dann mit Motiven aus ganz Ostfriesland. Von der Versammlungsstätte Upstalsboom bis zur Fähre ist Alles mit dabei. Im recup System könnte sogar ein eigener Becher für eine oder mehrere Inseln entworfen werden. Im Vordergrund sollen aber natürlich die Gebrauchbarkeit und das Praktische stehen. Das Design ist im Bezug auf Umweltschutz eher zweitrangig!

Foto mit Meeresmüll-Expertin Dr. Dorothea Seeger.

Der Ostfriesland Becher der Firma recup mit den schönen, typisch ostfriesischen Motiven.

Hol´ di munter!