Revolution?!

He, Ik bün´t Dieke! In der letzten Woche war ich bei zwei Veranstaltungen, die sich mit dem Thema Revolution 1918/19 befassten. Zum einen war ich im Kurtheater bei dem Theaterstück „Revolution?!“. Zum andern habe ich an der Führung durch die Ausstellung „Vom Joch zur Freiheit“ im bademuseum teilgenommen. Weiter geht es hier!

Schon nach der Führung im bademuseum war ich total begeistert. Vieles aus dem Geschichts Lesitungskurs kam mir wieder in den Sinn – yessss, doch nicht Alles vergessen! Die Führung war relativ kurz, dafür aber knackig. Sehr viel Information über die Revolution 1918/19 und den Weg zur Weimarer Republik, sowie auch Einiges zum ersten Weltkrieg, wurde geboten. Bezogen auf Norderney gab es einige sehr interessante Fakten, wobei in dieser Zeit sehr wenig aufgezeichnet worden wäre, so der Stadtarchivar Matthias Pausch. Die Ausstellung ist sehr übersichtlich gestaltet, da sie in viele verschiedene Bereiche aufgeteilt ist. Aufgelockert ist die, größtenteils aus Bildern und Texten bestehende, Ausstellung durch Vitrinen, die beispielsweise die Essensrationen für Norderneyer Familien während der Inflation zeigen. Besonders interessant war die offene Diskussionsrunde, die sich an die Führung anschloss. Einige ältere Besucher hatten sogar die Nachkriegszeit des zweiten Weltkrieges miterlebt, die durchaus mit den Umständen nach dem ersten Weltkrieg zu vergleichen war. So gab es im Anschluss an die Fakten noch ein paar persönliche Geschichten – einige sehr lustig, andere beschrieben wie schwer es damals gewesen sein muss.


Am darauffolgenden Montag wurde dann im Kurtheater ein Theaterstück aufgeführt, welches sich ebenfalls mit der Revolution 1918/19 und dem Weg in die Weimarer Republik beschäftigte. Vier Schauspieler und eine Schauspielerin belegten jeweils mehrere Rollen und verbildlichten die politischen Hintergründe sowie die Hoffnungen und Ängste der Bürger anschaulich wie selten zuvor. Geniale schauspielerische Leistungen gepaart mit Fakten und Hintergründen, sowie realistischen Kostümen, ergaben ein wunderbares Gesamtergebnis. Ein besonderes Highlight waren die Posaunen Solos eines der Schauspieler. Emotionale Einzelschicksale, die ebenfalls dargestellt wurden, schafften es, den Zuschauer noch weiter in das Stück hineinzuziehen. An manchen Stellen fieberte man schon fast mit. Meines Erachtens hätte keine bessere Mischung aus interessanter Story und Fakten geschaffen werden können. Und wieder einmal bin ich froh mich auf den Weg gemacht zu haben – ein toller Abend!

Hol´ di munter!