Geführte Radtour mit dem Reisebüro

Am Dienstag, den 16.04.2019, habe ich an einer geführten Radtour über die Insel teilgenommen. Angeboten wird die Tour wöchentlich vom Reisebüro. Wo wir überall langgefahren sind und wie es mir gefallen hat, siehst du hier!

Um 14 Uhr haben wir uns mit den 25 Teilnehmern der Fahrradtour vor dem Reisebüro, direkt am Kurplatz, getroffen. Kurz darauf ging es dann los. Wir fuhren am Conversationhaus und am alten Haus Schiffahrt vorbei bis hin zum neuen Kurpark. Dort erzählte Ulli vom Reisebüro, der die Tour leitete, ein wenig über die Entstehung des Parks und teilte einige Allgemeinheiten über Norderney mit. Die Tour ging dann in Richtung Surferbucht weiter. Auf dem Deich entlang fuhren wir in Richtung Müllhalde, dann weiter bis zum Wasserwerk, bei welchem wir anhielten. Dort wurde ein wenig über die Süßwasserblase und das leicht bräunliche, aber hervorragende Wasser erzählt. Auf dem Weg zum Wasserwerk waren wir vorher kurz an der Aussichtsdüne an den Süßwasserpoldern angehalten, um den herrlichen Ausblick auf die großen Süßwasserflächen zu genießen. Ein kleiner Einschub über die Emus auf Norderney lockerte die Situation ein wenig auf. Nach dem Stopp am Wasserwerk ging es dann über den Campingplatz zum Golfhotel, wo wir auf einem kleinen Weg durch die Dünen langsam wieder zurückfuhren. Am Campingplatz waren wir zuvor kurz gehalten, um über die sehr vielen Kaninchen auf Norderney zu reden. Außerdem wurde ein wenig über Wattwanderungen und Geburten auf Norderney gesprochen. Denn interessant ist, dass seit einigen Jahren auf Norderney keine Kinder mehr geboren werden können, da es keine Hebamme mehr gibt. Für die Geburten müssen die Schwangeren schon Wochen vor der Geburt auf's Festland fahren, um dort auf den Tag der Geburt zu warten. Der vorletzte Halt war dann der einzige Privatstrand Norderneys. Dieser gehört zum Jugendhaus Detmold und bietet den Jugendlichen, besonders im Sommer, ein ganz besonderes Privileg. Dass dieser Strandabschnitt privat ist, hatte selbst ich nicht gewusst. Die letzte Station war dann der Bahnhof Stelldichein. Einer der schönsten und interessantesten Orte der Insel wie ich finde. Die kleine Erinnerungsstätte informiert ein wenig über die ehemalige Inselbahn, die es zu Kriegszeiten gegeben hat. Norderney war im Krieg strategisch wichtig gewesen, zu einigen Zeiten gab es deshalb Schienen bis hin zum letzten Parkplatz. Nach weiteren sehr interessanten Informationen, gab es dann noch eine kleine offene Fragerunde. Die Themen waren weit gestreut, von Wohnungsnot auf Norderney, bis hin zu guten Restaurants und zur Bürgermeisterwahl. Außerdem wurde die kurz zuvor im NDR ausgestrahlte Dokumentation über Norderney noch einmal aus der Sicht eines Norderneyers betrachtet und analysiert. Die Tour war auf jeden Fall sehr interessant und informativ. Was gibt es Besseres als an der frischen Luft auch noch etwas zu lernen?!

Hol´ di munter!